1. Vorwort

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    Horst Rademachervor mehreren Jahren geriet ich in eine schwere Lebenskrise. Ich wachte eines Sonntagmorgens auf und hatte einen relativ lauten Tinnitus. Ich hörte permanent Geräusche im Ohr, die nicht von außen stammten. Der Tinnitus und seine Folgen waren das, "was das Fass zum Überlaufen brachte" und bei meiner damaligen Lebenseinstellung alles eskalieren ließ. Ich stürzte in eine schwere Krise und verlor jeglichen Halt. Ich war gezwungen, mich damit auseinander zu setzen, worauf es im Leben und auch danach ankommt. Nämlich Gott zu vertrauen und mit diesem Vertrauen das zu tun, was zu tun ist.

    Ich setzte mich intensiv damit auseinander und stellte fest, dass es gar keine Probleme gibt, sondern dass die Ursache, wenn jemand Probleme mit irgendetwas hat, immer mangelndes Gottvertrauen ist. Ich weiß, dass viele Menschen diese Aussage bezweifeln oder gar ablehnen. Ich bitte Sie aber, trotzdem meine Ausführungen anzuschauen. Ich werde anhand einiger Beispiele den Beweis antreten.

    Wenn Sie bedenken, dass in Deutschland eine Vielzahl von Menschen (meines Wissens ca. 1,5 Millionen) sehr stark unter Tinnitus leiden – einige führt die Verzweiflung sogar in den Freitod – und ich von mir behaupten kann: Ich führe ein glückliches Leben, ist das der erste Beweis und es wird deutlich, dass ich aus Erfahrung spreche.

    Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen,

    Ihr Horst Rademacher

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  2. Für den, der Gott vertraut, hat das Ringen um Anerkennung ein Ende

    Für den, der Gott vertraut, hat das Ringen um Anerkennung ein Ende

    Wenn wir Menschen geboren sind, haben wir bis auf einige Grundkenntnisse keine Informationen und müssen alles erlernen. Hierbei werden wir, wie von unsichtbarer Hand, über unser Wohlbefinden gesteuert. Haben wir Hunger, dann schreien wir und bekommen etwas zu essen. Wir lernen, dass wir durch eine Mitteilung etwas bekommen können, was zu unserem Wohlbefinden führt. Am Anfang unseres Lebens ertasten und erschmecken wir alles, um zu prüfen, ob wir diesem Ziel näher kommen. Wir erlernen immer mehr, zum Beispiel Bewegung und Sprache, und erkennen immer besser die einzelnen Zusammenhänge. Fassen wir auf eine heiße Herdplatte, sagt uns der Schmerz, dass dies falsch ist und nicht unserem Wohlbefinden dient.

    Wir wachsen langsam heran und erkennen, dass auch unsere Mitmenschen Ansprüche stellen, um ihrerseits ein Wohlbefinden zu erreichen. Wenn in derselben Sache aber nur einer dieses Ziel erreichen kann, weil z. B. für zwei Kinder nur ein Roller da ist und beide damit fahren möchten, kann es zu Konflikten kommen. Wir erfahren, dass man auch teilen muss. Wir werden größer und stellen fest, dass sich auf unserem Weg, unser Ziel zu erreichen, auch Hindernisse in den Weg stellen können, z. B. unsere Mitmenschen, Krankheiten, mangelndes Geld, Unfähigkeit usw.

    Wir merken, dass uns dieses, wenn wir nicht gleich einen Ausweg finden, seelisch belastet und es ebenfalls zu Unwohlsein führen kann.

    Durch die Erfahrung, sich in bestimmten Situationen oder durch körperliches Leid unwohl zu fühlen, kann sich die Angst vor solchen Situationen und vor solchem Leid einstellen, wenn keine Lösung vorhanden ist.

    Beispielsweise kann ein schlechter Schüler Angst vor einer Klassenarbeit bekommen, wenn er weiß, dass beim Misslingen dieser Arbeit eine unangenehme Auseinandersetzung mit den Eltern droht. Derselbe Schüler hat keine Angst vor einer Klassenarbeit, wenn er weiß, dass er das Mögliche getan hat und seine Eltern ihn auch beim Misslingen der Arbeit weiterhin unterstützen.

    Es ist in beiden Fällen dieselbe Situation: eine miss-lungene Klassenarbeit. Aber einmal ohne Lösung und einmal mit Lösung. Wenn wir uns geborgen fühlen, fühlen wir uns wohl. Da wir nicht alles selber beherrschen, sind wir auf Hilfe angewiesen. Das bedeutet, wenn unsere Mitmenschen etwas für uns tun, fühlen wir uns geborgen. Anders gesagt, wenn etwas für uns getan wird oder wir erwarten können, dass etwas für uns getan wird, fühlen wir uns geborgen.

    Wenn wir davon überzeugt sind, dass Gott letztendlich alles regelt, auch dann, wenn wir selbst keine Lösung haben und auch keine Hilfe von unseren Mitmenschen bekommen, fühlen wir uns geborgen und fühlen uns wohl. Das hat zur Folge, dass wir nicht unruhig werden, wenn uns die Hilfe durch unsere Mitmenschen versagt wird.

    Es gibt z. B. Menschen, die mit kahl rasierten Köpfen und Springerstiefeln oder mit Punkfrisuren durch die Gegend ziehen, oder es gibt tätowierte und an allen möglichen Körperstellen gepiercte Menschen oder Leute in auffälliger Kleidung oder kaum noch Bekleidete oder Frauen mit einem Busen voll Silicon oder, oder, oder. Sie wissen selber, was alles unternommen wird, um aufzufallen, um dadurch Anerkennung zu finden.

    Es hatte einmal jemand behauptet, der ehemaligeBundeskanzler Schröder hätte gefärbte Schläfen. Dieses löste bei Herrn Schröder einen Riesenwirbel aus und er setzte alles daran, seine Mitmenschen davon zu überzeugen, dass er überall noch schöne schwarze Haare habe, auch an den Schläfen. Auch hier ging es nur wieder um Anerkennung; obwohl es vollkommen gleich ist, welche Haarfarbe er hat, wurde viel Zeit und Energie mit dieser Diskussion verschwendet.

    Wir können dieses Ringen um Anerkennung in vielen Bereichen sehen: Es gibt Menschen, die gerne in die Zeitung wollen, ins Fernsehen oder mit einem Orden an der Brust im Schützenfestumzug mitmarschieren usw.

    Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Selbstverständlich können wir gerne im Schützen-festumzug mitmarschieren, in der Zeitung und im Fernsehen erscheinen, die Haare färben (wenn keine schädlichen Substanzen darin sind), uns schön anziehen, im Vordergrund stehen oder uns freuen, wenn wir einen Sieg errungen haben, weil wir alles richtig gemacht haben usw., wenn nicht das Ziel dahinter steht: Schaut her, ich bin der Größte, ich bin mehr wert als Du, ich stehe über Dir; das Ringen um Anerkennung, um den anderen dadurch abstufen zu wollen. Das wäre falsch und darf nicht das Ziel sein. Wir sind alle gleichviel wert.

    Es gibt aber auch andere Bereiche, in denen um Anerkennung gerungen wird. Ich denke an:

    • Das Feuerwehrmitglied, das selber den Brand legt, um sich hinterher beim Löschen hervorzutun.
    • Den Skinhead, der jemanden verprügelt, um sich bei seinen Freunden hervorzutun.
    • Den Herrscher oder Politiker, der seine Macht missbraucht und andere Menschen unterdrückt oder quält.

    Es gibt viele Beispiele für ein Fehlverhalten. Das Fehlverhalten hört schlagartig auf, wenn die Menschen Gott vertrauen. Dann wissen sie, dass sie geborgen sind und ihnen letztendlich nichts passieren kann. Dann hat das Ringen um Anerkennung ein Ende und sie wissen auch, dass ihnen die Mitmenschen nichts anhaben können. Sie beginnen, vernünftig miteinander umzugehen und sie spüren auch, dass alle gleichviel wert sind.

    Deshalb nützt es auch nichts, Programme zu entwickeln, in denen versucht wird, perspektivlosen, nach Anerkennung ringenden Menschen Bereiche zu eröffnen, in denen sie Anerkennung finden. Wenn man z. B. einem gewaltbereiten Jugendlichen ein Angebot unterbreitet, im Sport oder in anderen Bereichen, wo er sich hervorheben kann und Anerkennung findet, wird sich sein Verhalten zwar positiver entwickeln, aber nur so lange, wie er Erfolg und Anerkennung hat.

    Selbstverständlich sollen wir Sport treiben oder uns auch sonst körperlich betätigen; wir dürfen uns auch darüber freuen, wenn wir einen Sieg errungen haben, zeigt es uns doch, dass wir es richtig gemacht haben. Es geht mir auch bei dem Beispiel nur darum, deutlich zu machen: Wenn das Motiv ein Ringen um Anerkennung ist, ist der Weg falsch.

    Es greift zu kurz, wenn man dem Arbeitssuchenden Beschäftigungsmaßnahmen anbietet, nur um ihm das Gefühl zu geben, er werde gebraucht. Er wird dann, wenn die Maßnahme nicht mehr finanzierbar ist und eingestellt wird, wieder die alten Schwierigkeiten haben.

    Es hilft nichts, es geht nur mit Gottvertrauen und das sollte allen vermittelt werden. Sonst hören die Ängste nicht auf und das Fehlverhalten wird nicht an der Wurzel gepackt und ausgerottet.

    Br├╝ckeDas Wohlbefinden steuert zwar unser Handeln, aber wir dürfen Gefühle nur dazu nutzen, um zu schauen, was richtig oder falsch ist und uns nicht durch sie davon abbringen lassen, das zu tun, was zu tun ist. Unser Handeln muss immer eine Sache des Verstandes bleiben und nicht der Gefühle, sonst würde uns die Angst in vielen Bereichen davon abhalten, das zu tun, was zu tun ist.

    Wie wir eben in dem Vorangegangenen festgestellt haben, führen Ängste zu Unwohlsein und Unwohlsein zum Unglücklichsein und stehen dem glücklichen Leben entgegen. Vertrauen wiederum steht der Angst entgegen und hebt die Angst auf. Wenn wir z. B. davon überzeugt sind, dass die Brücke über eine Schlucht trägt und darauf vertrauen, überqueren wir angstfrei die Brücke. Wenn wir nicht davon überzeugt sind und nicht darauf vertrauen, ist die Angst da. Um also glücklich leben zu können, brauchen wir Vertrauen, dass uns letztendlich nichts passieren kann und auch für die Zukunft alles geregelt ist.

    Da wir selber nicht alles beherrschen und alles können und unsere Mitmenschen auch nicht, erreichen wir dieses nur, wenn wir uns auf unseren Schöpfer verlassen, auf den, der alles geschaffen hat, auf Gott. Es ist ganz gleich, wie wir ihn nennen. Da ich Christ bin, nenne ich ihn Gott.

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  3. Wer auf Gott vertraut, überwindet die Angst vor seinen Mitmenschen

    Wer auf Gott vertraut, überwindet die Angst vor seinen Mitmenschen

    Vor vielen Jahren war ich als junger Handwerker Mitglied der Organisation: "die Junghandwerkerschaft". In der Junghandwerkerschaft trafen sich viele junge Handwerker, um die Geselligkeit zu pflegen und um Wissenswertes aus Politik, Handwerk und aus vielen anderen Bereichen zu erfahren. Geleitet wurden die Veranstaltungen von einem Vorsitzenden. Da ich damals das Ziel vor Augen hatte, eines Tages meine Meisterprüfung zu machen, den elterlichen Betrieb zu übernehmen und ihn noch wesentlich weiter auszubauen, stellte ich mich für den Vorsitz zur Wahl. Denn ich war der Meinung, dass dieses zu einem erfolgreichen Geschäftsmann dazugehöre und mich weiterbringen würde. Ich übernahm nach meiner Wahl den Vorsitz und leitete zukünftig die Versammlung. Vor jeder Versammlung hatte ich Lampenfieber, das auch während der Versammlung nicht aufhörte. Hatte ich einen Referenten eingeladen, verstärkte sich dieses noch und ließ die Hände und Stimme manchmal zittern. Eines Tages ließ ich mich nicht mehr wieder wählen. Ich hatte immer sehr viele Ängste und mochte jetzt auch keine Rede mehr vor mehreren Menschen halten.

    Als es mir Anfang der 90er Jahre sehr schlecht ging und ich mich mit dem Glauben auseinander setzte, ging ich häufiger in die Kirche. Nach einiger Zeit wurde der Pastor auf mich aufmerksam und fragte mich, ob ich bereit sei, im Kirchenvorstand mitzuarbeiten. Mir fielen natürlich meine Erfahrungen, die ich als junger Mensch, als Vorsitzender der Junghandwerkerschaft gemacht hatte, wieder ein. Ich wollte Gott vertrauen und mich nicht drücken. Ich sagte zu. Eines Tages wurde ich in den Kirchenvorstand berufen. Als Kirchenvorsteher hatte man im Wechsel mit den anderen Kirchenvorstehern und Kirchenvorsteherinnen sonntags Dienst und musste u. a. die Spenden einsammeln und sollte nach Möglichkeit auch die Lesungen halten. Am Anfang drückte ich mich davor, die Lesungen zu halten mit der Begründung, das könnten andere besser. Aber in Wirklichkeit hatte ich Angst. Als mir aber die Erkenntnis kam, dass ich nur Gott zu vertrauen brauche und das zu tun brauche, was zu tun ist, kniff ich nicht mehr und hielt die Lesungen.

    KanzelEs ist auch in unserer Kirchengemeinde üblich, dass ein Mitglied des Kirchenvorstandes im Konfirmationsgottesdienst eine Rede an die Konfirmanden und Konfirmandinnen hält, um ihnen etwas mit auf den Weg zu geben. Eines Tages war es wieder so weit, die Konfirmation stand an. Ich hatte an diesem Sonntag Dienst und sollte die Rede halten. Bei dem Gedanken wurde mir ganz mulmig. Aber ich wollte nicht kneifen, ich wollte Gott vertrauen. Ich arbeitete meine Rede aus und ging in den Konfirmationsgottesdienst. Die Kirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Ich nahm vorne Platz, und der Gottesdienst begann. Meine Rede war kurz vor dem Schluss vorgesehen und je weiter der Gottesdienst voranging, desto schlechter ging es mir. Kurz vor meinem Auftritt klopften mir mein Herz und mein Puls am Hals derart stark, dass ich dachte, ich könnte einen Herzinfarkt bekommen. Ich überlegte mir, auch wenn ich jetzt tot umfalle oder meine Stimme versagt oder die Hände zittern, das ist alles ganz gleich, ich brauche nur immer Gott zu vertrauen und das zu tun, was zu tun ist. Ich habe meine Rede gehalten und alles ist gut gegangen, auch wenn die Hände und die Stimme ein wenig gezittert haben. Aber wie gesagt, auch das spielt keine Rolle.

    Ich bin den Dingen niemals wieder aus dem Weg gegangen und habe mich den Schwierigkeiten immer gestellt, ganz gleich ob im Beruf, als ehrenamtlicher Mitarbeiter oder privat. In dem Maße, wie ich Gott vertraut habe, ging es mir gut. Meine Erfahrungen haben mir bestätigt, dass es nur darauf ankommt, Gott zu vertrauen.

    Jetzt halte ich mich, in aller Konsequenz, schon seit vielen Jahren daran und es geht mir gut. Ich merke auch, dass diese Haltung immer mehr ins Unterbewusstsein geht und Vorkommnisse, die mich früher beunruhigt haben, heute vollkommen in Ruhe lassen.

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  4. Mit Gottvertrauen ist Arbeitslosigkeit keine Bedrohung

    Mit Gottvertrauen ist Arbeitslosigkeit keine Bedrohung

    Vor einiger Zeit telefonierte ich mit einem Sparkassenmitarbeiter. Er ist Sachbearbeiter in einer Kreditabteilung. Er erzählte mir auf meine Frage nach seinem Wohlbefinden, er habe sehr viel zu tun und er käme kaum noch gegen die Arbeit an. Es würde ihn alles sehr stark belasten. Ich schlug ihm vor, mit dem Vorstand zu sprechen und auf seine Situation aufmerksam zu machen. Er solle etwas dem Druck von oben entgegensetzen und sich nicht alles gefallen lassen. Ich riet ihm, Gott zu vertrauen und das zu tun, was zu tun ist. Er lachte und meinte: "Meinen Sie, der liebe Gott zahlt mir am Ersten mein Gehalt?"

    Das Gehalt zahlt er sicherlich nicht. Aber er wird ihm immer wieder Möglichkeiten geben, in irgendeiner Form zurechtzukommen. Was soll sich verändern, wenn der eine von oben immer mehr Druck macht – weil er vielleicht selber unter Druck steht – und der andere sich immer weiter duckt. Er muss sich zur Wehr setzen, um eine unzumutbare Belastung abzustellen. Denn macht er es nicht, wird der Vorstand eventuell keinen Handlungsbedarf sehen und der Meinung sein, dass alles gut zu schaffen ist und ggf. sogar noch weitere Aufgaben für den Mitarbeiter vorsehen.

    Es mag sein, dass der Sparkassenmitarbeiter seinen Arbeitsplatz gefährdet hätte. Es kann aber auch sein, dass sein Chef einsichtig gewesen wäre und ihm die Augen geöffnet worden wären, denn er weiß auch, dass die Mitarbeiter das Wertvollste in einem Unternehmen sind und er sie nicht ständig überlasten darf. Ganz gleich, wie es ausgegangen wäre, er hätte sich zur Wehr setzen müssen.

    Bleiben wir bei der Arbeitslosigkeit: Was ist so schwierig daran, abgesehen von den wirtschaftlichen Einschränkungen? Einigen Menschen ist es ganz gleich, ob sie arbeiten oder nicht. Andere freuen sich sogar auf die Arbeitslosigkeit, lassen sich freiwillig in die Arbeitslosigkeit schicken, leben von einer Abfindung und vom Arbeitslosengeld. Sie sind auf Grund ihres Alters nicht mehr vermittelbar und gehen vorzeitig in den Ruhestand und das teilweise auf Kosten der Allgemeinheit.

    Wieder andere haben große Schwierigkeiten mit der Arbeitslosigkeit. Sie sitzen zu Hause, fühlen sich von der Gesellschaft ausgestoßen, meinen, wertlos zu sein, sind sehr unglücklich und leiden darunter, sich nicht alles leisten zu können, was sich womöglich andere anschaffen oder an Reisen erlauben.

    Bleiben wir bei der Gruppe der Arbeitslosen, die mit ihrer Situation nicht klarkommen.

    Die Ursache, wenn jemand mit irgendetwas Probleme hat, ist immer mangelndes Gottvertrauen. Denn wenn jemand Gott vertraut, wird er sein Leben so einrichten, dass er mit den finanziellen Mitteln, die ihm verbleiben, zurechtkommt. Dann wird er auch schauen, welche Möglichkeiten es gibt, einen Arbeitsplatz zu finden, auch wenn die Arbeit vielleicht bei seinen Mitmenschen schlechter angesehen wird. Er wird sich darüber hinwegsetzen, was seine Mitmenschen von ihm denken. Er wird nicht um Anerkennung ringen, sondern rein von der Sache her entscheiden und das Notwendige tun. Er wird nicht untätig zu Hause sein, sondern gucken, was das Leben sonst noch so zu bieten hat. Er wird sich auf seine Mitmenschen zubewegen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Vielleicht hat er die Möglichkeit, ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen. Dann wird er feststellen, dass es viele Bereiche gibt, in denen er sich einbringen kann, wo andere etwas von ihm lernen oder Hilfe erfahren können, wo er selbst etwas lernen kann oder eventuell selber Hilfe bekommt. Er wird feststellen, dass wir in einem sozialen Verbund leben und miteinander vieles gestalten und schaffen können. Ihn wird die Arbeitslosigkeit nicht belasten und er wird glücklich sein.

    FrauIch kenne viele Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Es gibt Möglichkeiten in der Kommunalpolitik, in den verschiedensten Bereichen der Kirche, bei der Jugendarbeit, in Kindergärten, Altenheimen, Sportvereinen, Sozialstationen, Wirtschaftsfördervereinen usw. Es gibt auch viele interessante Tätigkeiten in Bereichen, die vielleicht nicht so bekannt sind. Beispielsweise gibt es eine Einrichtung mit gestandenen Wirtschaftssenioren, die junge Unternehmer in die Selbständigkeit begleiten und ihnen beim Aufbau eines Unternehmens helfen.

    Oder zum Beispiel bei uns in der Kirchengemeinde; dort gibt es eine Gruppe von Handwerkern oder handwerklich begabten ehrenamtlichen Mitarbeitern, die freudig dabei sind, vieles von den anstehenden Reparaturen und Renovierungs- und kleinen Bauarbeiten in den Gebäuden oder auf dem Hof zu erledigen. Selbstverständlich kommt bei all dem Fleiß auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Auch im Kirchenvorstand oder den verschiedenen Ausschüssen lohnt es sich, ehrenamtlich tätig zu werden. Hier kann man mitbestimmen und gestalten, sich einbringen, neue Konzepte mitentwickeln und der Gemeindearbeit vielleicht wertvolle Impulse geben. Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten, wo man sich einbringen kann.

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  5. Der, der Gott vertraut, hat mit Ohrgeräuschen keine Probleme mehr

    Der, der Gott vertraut, hat mit Ohrgeräuschen keine Probleme mehr

    Ich habe seit einer Reihe von Jahren Tinnitus. Tinnitus heißt: Man hört Geräusche im Ohr oder im Innern des Kopfes, die nicht von einer äußeren Quelle stammen und die permanent da sind. Die ständigen, relativ lauten Ohrgeräusche können mir schon seit Jahren nichts mehr anhaben. Es geht mir auch mit Tinnitus sehr gut.

    Eine große Zahl von Menschen mit Tinnitus ist davon überzeugt, nicht glücklich mit ihm leben zu können. Sie leben in der Vorstellung, nicht auf den Tinnitus achten zu dürfen. Bestärkt wird diese Richtlinie noch durch angebotene Therapien, Hilfsmittel und Ratschläge. In den meisten Therapien werden alle möglichen Formen angeboten, den Menschen mit Tinnitus dazu zu bringen, sich auf andere Geräusche zu konzentrieren (weghören). Auch werden Masker angeboten, optisch wie ein Hörgerät, die leises Rauschen von sich geben und den Tinnitus überdecken oder von ihm ablenken sollen. Oder man versucht es mit anderen Geräuschen: Verkehrslärm, Musik, Meeresrauschen usw. Auf einer größeren Veranstaltung wegen des Tinnitus gab es sogar den Ratschlag, stille Räume zu meiden.

    Alle diese Dinge bringen Menschen mit Tinnitus zusätzlich dazu, sich ständig mit ihm auseinander zu setzen und alles Mögliche zu unternehmen, um nicht mehr auf den Tinnitus zu achten. Das funktioniert natürlich nicht wirklich, weil sie immer wieder gedanklich zum Tinnitus zurückkehren, um zu schauen, ob sie auf ihn achten. Oder wenn der Tinnitus überdeckt wird, treten andere Geräusche an die Stelle des Tinnitus. Es werden nur die Geräusche ausgetauscht.

    MeerNun mag das Argument kommen: Es gibt angenehme und auch unangenehme Geräusche. Doch die Art der Geräusche spielt ebenso wenig eine Rolle wie ihre Lautstärke. Wenn z. B. jemand am Meer ein herrliches Meeresrauschen hört, wird er dieses wahrscheinlich schön finden. Wenn sein Tinnitus die gleichen Geräusche abgeben würde, dann wahrscheinlich nicht mehr. Oder wenn der Tinnitus die Geräusche seines Maskers hätte, würde der Betreffende sie wahrscheinlich auch nicht akzeptieren.

    Das Brummen des Kühlschranks, das Ticken der Wanduhr oder des Weckers, das Rauschen des Computers, vor dem manche im Büro acht Stunden am Tag verbringen oder das Sirren der Neon-Lampen: All das stört die meisten Menschen nicht. Die Geräusche erscheinen ihnen nicht als bedrohlich. Sie sagen, sie hätten sich "daran gewöhnt". Gewöhnt heißt in diesem Fall: Sie haben die Erfahrung gemacht, dass ihnen die Geräusche nichts anhaben können und sie nichts verändern müssen.

    Viele Leute würden aber diese Geräusche in einer Ruhephase oder wenn der Tinnitus die Geräusche hätte, stören. Es gibt sogar Menschen, die das Ticken des Weckers nicht ertragen und ihn unter das Bett stellen. Andere wiederum, die von Tinnitus betroffen sind, legen sich den Wecker neben oder unter das Kopfkissen, um damit ihren Tinnitus zu überdecken. Es ist alles eine Frage der inneren Einstellung.

    Nun gibt es den Ratschlag: Man soll den Tinnitus akzeptieren und immer positiv denken. Wie soll das jemand machen, dem die Angst im Nacken sitzt und der weder aus noch ein weiß? Ganz einfach, ich komme gleich zur Lösung, aber lassen Sie uns vorher kurz schauen, warum es diesem Menschen nicht gelingt. Er lebt in der Vorstellung, immer alles beherrschen zu müssen, jeder Situation gewachsen zu sein oder Menschen zu finden, die ihm weiterhelfen, wenn er nicht weiterweiß. Jetzt ist dieser Mensch durch den Tinnitus in eine neue Situation gekommen. Er beherrscht zum ersten Mal im Leben die Sachlage nicht mehr bzw. er findet auch niemanden, der ihm wirklich hilft. Er versucht, den Tinnitus loszuwerden, es gelingt ihm auch mit ärztlicher Hilfe nicht. Er versucht, den Tinnitus zu überdecken, um ihn abzuschalten. Aber es gelingt ihm nicht, er tauscht nur die Geräusche aus. Ihm wird bewusst: Es bringt alles nichts, der Tinnitus wird bis ans Lebensende bleiben, und dann setzt die Angst ein.

    Auch mir ging es ähnlich, mein Tinnitus und seine Folgen brachten mich zur Verzweiflung. Ich konnte nicht mehr arbeiten und die Dinge des täglichen Lebens kaum regeln. Heute ist alles anders. Der Tinnitus ist zwar geblieben, aber mir geht es sehr gut.

    Die Ursache und die Lösung sind schnell erzählt: Heute habe ich Gottvertrauen, früher nicht.

    Die Ursache dafür, dass jemand Probleme mit etwas hat, ist stets mangelndes Gottvertrauen. Ganz gleich, ob es mit dem Tinnitus ist oder irgendwelchen anderen Dingen. Bleiben wir beim Tinnitus: Die Geräusche sind nicht die wirkliche Ursache für die Angst, wie die vorgenannten Beispiele beweisen. Ein weiterer Beweis untermauert dies:

    Es gibt z. B. Menschen, die aus einer ruhigen Wohngegend in eine verkehrsreichere Gegend ziehen und erhebliche Bedenken wegen des Verkehrslärms haben. Nach einiger Zeit stellen diese Menschen fest, dass der Verkehrslärm sie nicht mehr stört (Es sei denn, dass der Lärm so laut ist, dass er zum Beispiel Unterhaltungen beeinträchtigt oder fast unmöglich macht; doch das ist in den seltensten Fällen so). Diese Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass es ganz gleich ist, ob sie auf den Verkehrslärm achten oder nicht, er kann ihnen nichts anhaben. Sie brauchen sich daher auch keine Gedanken mehr wegen des Lärms zu machen und können anderen Dingen nachgehen.

    Wenn wir das auf den Tinnitus übertragen und Gott vertrauen, dass er uns liebt und so geschaffen hat, dass uns auch diese Geräusche des Tinnitus nichts anhaben können und es ganz gleich ist, ob wir auf ihn achten oder nicht, brauchen wir nicht mehr über den Tinnitus nachzudenken und er stört uns nicht mehr.

    Nun mag es Zweifler geben, die meinen: "So einfach ist das nicht, das mag vielleicht bei dem Einen oder Anderen funktionieren, bei mir aber nicht". Es funktioniert bei allen Menschen, weil die Psyche bei allen Menschen nach denselben Naturgesetzen funktioniert. Es ist nur eine Sache der inneren Einstellung, ob wir Gott vertrauen oder nicht.

    MannFrüher konnte ich mit Tinnitus nicht lesen, weil die Gedanken immer wieder abglitten und ich der Meinung war, ich müsste etwas verändern. Heute weiß ich, ich brauche nichts mehr zu verändern, ich brauche immer nur Gott zu vertrauen und zu lesen, so gut wie ich es eben weiß und kann. Und dass Gott sich immer um alles andere kümmert.

    Es ist wichtig, sich ganz und gar auf den Weg des Vertrauens einzulassen und nicht in einer Beziehung ja und in der anderen Sache nicht, denn das führt zu einem inneren Widerspruch. Das kann das Beispiel eines Rauchers zeigen, der gern mit seinem Tinnitus klarkommen möchte. Beim Rauchen setzt er sich über das hinweg, was zu tun wäre, nämlich auf seine Gesundheit zu achten. Er geht grob fahrlässig mit seinem Körper um und stellt sich so indirekt gegen Gott. Ihm ist bewusst, dass er auch Selbstverantwortung hat. Dadurch entsteht in seinem Inneren ein Widerspruch, der es ihm verwehrt, beim Tinnitus auf Gott zu vertrauen, weil er als Raucher nicht Gott vertraut, dass er auch ohne Zigaretten Freude am Leben hat.

    Eine Mutter von kleinen Kindern erzählte in einer Gruppe von Menschen mit Tinnitus, die ich geleitet habe, dass sie nicht mehr mit ihren Kindern ins Hallenbad und auch nicht mehr ins Kino gehen mag. Sie lebte in der Vorstellung, auf Grund ihres Hörsturzes und Tinnitus┬┤ bestimmte Geräusche nicht mehr ertragen zu können. Ich setzte mich gemeinsam mit ihr mit dem Tinnitus und ihrem Fehlverhalten auseinander. Beim nächsten Treffen erzählte sie freudig, sie sei mit ihren Kindern im Hallenbad gewesen und es war sehr schön. Beim übernächsten Treffen erzählte sie begeistert, dass sie jetzt auch mit ihren Kindern im Kino war und es ihr sehr gut ginge. Weder die Folgen des Hörsturzes noch der Tinnitus hatten sich verändert, sondern einzig und allein ihre innere Einstellung, sie hatte Gott vertraut.

    Vorher war es so, dass sie bewusst oder unbewusst versucht hat, nicht auf den Tinnitus zu achten. Da ihr dies aber nicht gelang und sie auch keinen Lösungsweg fand, wurde der Tinnitus zu einer immer stärkeren Belastung. Sie hatte damit die Erfahrung gemacht, dass Geräusche bei ihrer Einstellung sehr belastend sein können. Nun kamen neue Geräusche hinzu, die schallenden und lauten Geräusche im Hallenbad und die lauten Geräusche im Kino. Auf Grund ihrer Erfahrung mit dem Tinnitus, mit Geräuschen, die sich in den Vordergrund drängen, nicht fertig zu werden, lebte sie in der Vorstellung, auch etwas bei den Geräuschen im Hallenbad und im Kino unternehmen zu müssen. Da ihr auch dieses nicht gelang, mied sie Hallenbad und Kino.

    Wenn ihre Kinder einmal zu Hause lauter wurden, wurde auch das langsam zu einer Belastung. Es wären sicherlich im Laufe der Zeit andere Dinge hinzugekommen, wie z. B. laute Familienfeiern oder sonstige Feste usw.; alles dieses hätte sie vielleicht versucht zu vermeiden. Ihr Lebensraum wäre dann immer kleiner geworden.

    Jetzt hatte sie Gott vertraut und festgestellt: Sie muss nichts mehr verändern, und daher standen die Geräusche auch nicht mehr im Vordergrund. Sie brauchte nicht mehr über den Tinnitus und die Geräusche nachzudenken. Sie konnte mit ihren Kindern im Hallenbad toben und sich über "Harry Potter" im Kino freuen.

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  6. Wer Gott vertraut, hat auch keine Probleme mit dem Einschlafen

    Wer Gott vertraut, hat auch keine Probleme mit dem Einschlafen

    Ich konnte, als es mir sehr schlecht ging, kaum schlafen. Heute gehe ich ins Bett, spreche ein kurzes Nachtgebet, schließe die Augen, mache mir keine Sorgen, vertraue auf Gott und schlafe tief und fest. Sollte ich nachts einmal wach werden, dann wälze ich mich nicht mehr unruhig herum, sondern vertraue auf Gott und schlafe entspannt wieder ein.

    Ein junger Student, der an seiner Magisterarbeit arbeitete, erzählte mir, er könne sehr schlecht einschlafen, oft nicht vor 3.00 Uhr und würde dadurch zu wenig Schlaf haben und sich sehr oft schlapp fühlen. Als Grund für die Einschlafstörungen nannte er, dass ihm abends viele Gedanken durch den Kopf gingen – auch Dinge, die ihn am Tag nicht weiter belasten würden, die sich jedoch abends im Bett aufbauschten. Alles zusammen machte ihn immer wacher.

    Ich setzte mich mit ihm über die eigentliche Ursache seiner Einschlafstörungen auseinander und gab ihm den Rat: ins Bett zu gehen – wenn er will zu beten – die Augen zu schließen, Gott zu vertrauen, die Gedanken einfach auf sich beruhen zu lassen, sich nicht darum zu kümmern und zu schlafen.

    Vier Wochen später, bei einem Treffen, berichtete er, er könne jetzt schlafen, es habe wunderbar funktioniert, er würde jetzt eher ins Bett gehen und seinen geregelten Schlaf bekommen. Was war passiert? Warum ging es vorher nicht, jetzt aber ging es? Er hatte sich vorher Sorgen gemacht. Ihm waren im Bett allerlei Schwierigkeiten in den Sinn gekommen, für die er im Moment noch keine Lösung hatte. Dadurch wurde er immer wacher und die Dinge haben sich immer weiter aufgebauscht. Sicherlich kam dann auch noch eine weitere Angst dazu: nicht einschlafen zu können.

    EinschlafenEs wird immer wieder gesagt: Wir sollen uns keine Sorgen machen, wir sollen positiv denken, dann wird das schon. Viele stellen immer wieder fest, dass es ihnen nicht gelingt und sie nicht positiv und ohne sich Sorgen zu machen in die Zukunft sehen können. Die Sorgen drängen sich bei ihnen einfach auf, weil wir Menschen nicht perfekt sind, nicht alles beherrschen und nicht wissen, was die Zukunft alles bringen wird. Auch die Vorschläge der Psychologen, mehr Selbstvertrauen aufzubauen, können dieses nicht wirklich verändern, sondern die Ungewissheit bleibt bestehen. Wir sind abhängig von Dingen, die wir nicht bestimmen können. Wenn wir uns auf den Schöpfer, auf Gott, verlassen, ihm vertrauen, der immer wieder alles regelt, entweder direkt oder indirekt über seine Naturgesetze, brauchen wir uns auch keine Sorgen mehr zu machen, weil wir wissen, es ist alles in perfekten Händen.

    Das ist der einzige Weg, der bleibt, der auch gewollt ist von unserem Schöpfer. Wenn wir die Dinge, die uns Sorgen machen, nicht weiterreichen an Gott, bleiben sie bei uns und belasten uns auch weiter, ob wir wollen oder nicht. So funktioniert unsere Psyche, auch das ist eins von Gottes Naturgesetzen.

    Dies hatte der junge Student alles beherzigt und Gott vertraut. Da waren die Sorgen von ihm abgefallen, er brauchte nicht mehr darüber nachzudenken, konnte die Gedanken auf sich beruhen lassen, weil er wusste, dass alles in besten Händen ist. Er konnte schlafen.

    Vor ein paar Jahren musste ich wegen einer Operation in die Hamburger Universitätsklinik. Am Abend vor der Operation hat mir die Krankenschwester eine Schlaftablette angeboten. Ich lehnte dankend ab, weil ich wusste, ich werde gut schlafen. Früher hätten mich meine Ängste wach gehalten und ich hätte mich sicherlich unruhig hin und her gewälzt. Heute ist alles anders, und so war es auch dort. Ich habe Gott vertraut, mir keine Sorgen gemacht und sehr gut geschlafen.

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  7. Nur wer Gott vertraut, kann starke Belastungen überwinden – Beispiel: Notfallseelsorge

    Nur wer Gott vertraut, kann starke Belastungen überwinden – Beispiel: Notfallseelsorge

    Vor einiger Zeit hielt ein Pastor vor einem kleinen Kreis von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der ev.-luth. Kirche einen Vortrag über die Notfallseelsorge.

    Es hatte sich eine Gruppe von rund 20 Pastorinnen und Pastoren zusammengeschlossen, um Menschen in Not und deren Helfer seelsorgerlich zu unterstützen. Der Vortragende war Mitglied und Sprecher dieses Teams. Er berichtete, dass sich auch die verschiedenen Organisationen wie Polizei, Feuerwehr, DRK, THW usw. in Notsituationen an sie wenden könnten und dass über eine 24-stündige Rufbereitschaft ständig jemand zu erreichen sei. Er schilderte außerdem, dass neben den Betroffenen auch Helfer teilweise sehr große Schwierigkeiten hätten, mit dem Gesehenen und Erlebten umzugehen, dass sie unter Schlaflosigkeit litten, weil sich ihnen die Bilder immer wieder aufdrängten und sie das Gesehene als schrecklich empfänden.

    Nachdem alles ausführlich erörtert worden war, fragte eine Teilnehmerin einen anderen Pastor, der dem Notfallseelsorgeteam angehörte, wie er denn persönlich mit solchen Situationen umgehe, ob er denn die Bilder verarbeiten könne und ob denn der Glauben alleine helfe. Er lachte und meinte: "natürlich nicht". Er erzählte dann irgendetwas von Supervision und ähnlichen Angeboten. Ich war enttäuscht. Wenn der Glaube alleine – das Gottvertrauen alleine – nicht helfen kann, was dann? Das Gottvertrauen steht über allen Dingen. Wer Vertrauen in eine Situation oder Sache hat, geht davon aus, dass ihm nichts passieren kann. Er verlässt sich auf die Situation, also indirekt auf den Schöpfer aller Dinge, das heißt auf Gott. Er vertraut darauf, dass alles, was Gott geschaffen hat und was nach seinen Naturgesetzen funktioniert, ihm nichts anhaben kann. Wer hiervon abweicht und sich in Situationen, die weder er noch ein anderer Berg Mensch für ihn beherrscht, auf anderes verlassen will, wird scheitern. Daher geht es nur mit Gottvertrauen. Wir können an verschiedenen Stellen in der Bibel immer wieder die Aussage von Jesus an seine Jünger finden: "Habt doch Vertrauen, wenn Euer Vertrauen so groß ist wie ein Senfkorn, dann könnt Ihr Berge versetzen, dann ist Euch nichts mehr unmöglich" (Mt 17,19-21, 21,20-22).

    Warum leiden die Menschen und können die Bilder bei Unfällen, Katastrophen usw. nicht richtig verarbeiten? Weil sie das Geschehene als schrecklich empfinden. Unsere Einstellung zu Krankheit und Leid entwickelt sich im Laufe des Lebens aufgrund von Erfahrungen und Ansichten sehr individuell und unterschiedlich.

    Nehmen wir die Situation eines Verkehrsunfalles mit einem Schwerverletzten und setzen voraus, dass einem Helfer schlecht wird oder er Mühe hat, das Gesehene zu verarbeiten. Der Chirurg, der sich anschließend viel intensiver mit den Verletzungen auseinander setzen muss und auch viel mehr Blut sieht, hat keine Schwierigkeiten und wird vielleicht abends mit Familie oder Freunden essen gehen und ganz entspannt über andere Dinge nachdenken.

    Hier wird deutlich, dass zwei unterschiedliche Personen auf Grund unterschiedlicher Ansichten unterschiedlich empfinden.

    Der Helfer empfindet das Geschehene als schrecklich, weil er es auf sich bezieht und sich vorstellt, wie es wäre, wenn er der Verletzte wäre. Der Chirurg handhabt es anders, weil er das Geschehen nicht auf sich bezieht oder weil er der Meinung ist, die Wunden werden schon wieder verheilen oder weil er Gottvertrauen hat. Wie auch immer, es wird deutlich, dass unser eigenes Empfinden abhängig ist von unserer inneren Einstellung. Wenn wir davon überzeugt sind, dass uns nichts passieren kann, haben wir keine Schwierigkeiten. Doch wenn wir vom Gegenteil überzeugt sind, haben wir Schwierigkeiten. Wenn wir also Gott vertrauen, dass uns letztendlich nichts passieren kann, auch über den Tod hinaus, verändert sich unsere innere Einstellung und auch solche Geschehnisse können uns nichts mehr anhaben.

    Zurück zu dem Treffen der Notfallseelsorger: Was erwartet der Pastor in dieser Situation von einer Supervision und von sonstigen Gesprächen mit seinen Mitmenschen? Dass ihm ein Weg gezeigt wird oder er einen Weg findet, die belastenden Bilder in ihm besser verarbeiten zu können. Dieses geschieht, indem in Gesprächen versucht wird, ihn davon zu überzeugen, dass ihm nichts passieren kann und dass es Lösungen gibt, für das, was er gesehen hat und ihn belastet. Da wir Menschen aber nicht alles wissen, nicht alles beherrschen und auch nicht in die Zukunft sehen können, wird in diesen Gesprächen der Nachweis letztendlich nicht erbracht werden können. Es werden mehr oder weniger Zweifel bleiben, dass alles gut wird und entsprechend wird die Belastung des Pastors bleiben.

    Würde der Pastor sich aber auf seinen Glauben besinnen und Gott vertrauen, dann wüsste er, dass ihm nichts passieren kann und dass das, was er erlebt und gesehen hat, nicht verheerend ist, weil es hierfür tatsächlich eine Lösung gibt und letztendlich Gott alles zum Guten führt. Dann würden ihn auch die Bilder nicht mehr belasten, weil er wüsste, dass er nichts mehr verändern muss und dass die Bilder vor seinem inneren Auge ihm nichts mehr anhaben können. Würde er es so handhaben, gingen die Dinge bei ihm ins Unterbewusstsein, und bei einem erneuten Einsatz wüsste er, dass ihm nichts passieren kann und er jetzt mit den Dingen gut umgehen kann. Er würde, um bei dem Gleichnis von Jesus zu bleiben, die Berge versetzen. Die Angst und die Belastung würden verschwinden und er könnte in Ruhe seine Arbeit tun.

    Vertrauen wir Gott nicht, belasten uns die Bilder, weil wir Menschen nicht den Nachweis erbringen können, dass uns nichts passieren kann. Auch das ist eins von Gottes Naturgesetzen.

    Als mir diese Erkenntnis kam, überlegte ich, dass mir jetzt eigentlich auch nicht mehr mulmig werden dürfte, wenn ich Blut sehe. Denn früher wurde mir mulmig, in einem Fall sogar richtig übel. Wir assoziieren mit Blut: Gefahr, Krankheit, Tod. Und je nach Grad der Angst vor solchen Situationen wird einem mehr oder weniger mulmig. Ich nahm mir vor, bei meinem nächsten Arztbesuch nicht mehr wegzusehen, wenn ich eine Injektion bekomme oder wenn mir Blut abgenommen wird. Ich setzte dieses beim nächsten Arztbesuch um und schaute zu. Mir wurde nicht mehr mulmig. Im Gegenteil, ich habe entspannt mit der Arzthelferin geplaudert.

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  8. Eine Reihe von Einwänden: "Es fällt mir schwer zu glauben."

    Einwand: "Es fällt mir schwer zu glauben."

    Nun mag es Einwände geben. Ich bitte alle, die Schwierigkeiten mit dem Glauben haben, einmal die Schöpfung genau anzusehen. Sie werden spüren, dass es einen Schöpfer gibt, der alles geschaffen hat und nichts dem Zufall überlässt und dass alles nach seinem Willen und seinen Naturgesetzen funktioniert und geschieht.

    Es gibt zwar Zufälle, die etwas verändern können, aber auch diese Veränderungen geschehen immer wieder innerhalb der Naturgesetze. Wenn Sie sich die Fortpflanzung und Weiterentwicklung von Mensch, Tier und Pflanzenwelt einmal ansehen, spüren Sie, wie genial und einmalig dieses ist. Auch wenn der Zufall bei der einen oder anderen Entwicklung eine Rolle gespielt haben kann, ist die Voraussetzung für neues Leben und eine neue Art immer Gottes Wille und sein Naturgesetz. Wenn ein Lebewesen sich z. B. seiner Umgebung anpasst und überleben kann, hat dieses Lebewesen es nicht selbst verursacht, sondern es hat sich aufgrund bestimmter Gesetzmäßigkeiten verändert und den neuen Lebensbedingungen angepasst.

    Oder schauen Sie sich ein neugeborenes Baby an. Dann sehen Sie ein Wunder und spüren, dass es einen Schöpfer gibt. Oder schauen Sie sich ihren eigenen Körper an, die Funktionen der Bewegungsabläufe, oder die Kompliziertheit und Genialität der Sinnesorgane. Dann spüren Sie, dass es einen Schöpfer gibt und dass dieses alles keine Zufälle sind. SpinneOder schauen Sie der Spinne beim Spinnen eines Netzes zu, wie dieses kleine Wunderwerk entsteht. Mit welch einer Gleichmäßigkeit das Netz gesponnen und an verschiedenen Punkten festgemacht wird. Bedenken Sie, dass dieses Netz aus einem körpereigenen Stoff hergestellt wird und eine Tragfähigkeit eines Vielfachen des eigenen Körpergewichtes hat. Auch dies liegt nicht in der Macht der Spinne.

    Oder schauen Sie sich die Welt der Pflanzen und Blumen an mit ihrer Farbenpracht und der Fähigkeit, Nektar und Duftstoffe zu produzieren, um damit Insekten für die Bestäubung anzulocken. Auch dieses sind keine Zufälle, und dies liegt auch nicht in der Macht der Pflanze. Auch hier können wir wieder sehen, dass es einen Schöpfer gibt.

    Sie können hinschauen, wo sie wollen, Sie werden überall immer wieder kleine und große Wunder entdecken und spüren, dass es einen Schöpfer gibt.

    Nun drängen sich an dieser Stelle vielleicht die Fragen auf: Was ist denn bei aller Perfektion mit Behinderungen wie Taub-, Stumm-, Blindheit oder sonstigen Behinderungen bei Mensch und Tier? Wie ist es mit anderen Dingen, die uns nicht als perfekt erscheinen? Haben da die Naturgesetze versagt? Also auch Gott? Natürlich nicht! Hier ist nur etwas auf Grund geänderter Bedingungen entstanden. Nehmen wir z. B. die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Hier haben sich die Lebensbedingungen auf Grund der radioaktiven Verseuchung erheblich verändert und zu Missbildungen und Krankheiten geführt. Oder bei den Contergan-geschädigten Menschen; auch hier haben die Bedingungen sich für den werdenden Menschen geändert und zu Missbildungen geführt. Dies gilt auch dort, wo wir einen Grund nicht erkennen können. Es sind immer veränderte Bedingungen, die nach denselben Naturgesetzen zu veränderten Ergebnissen führen.

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  9. Einwand: "Ich glaube zwar an Gott, aber ich mache mir trotzdem Sorgen."

    Einwand: "Ich glaube zwar an Gott, aber ich mache mir trotzdem Sorgen."

    Es gibt viele, die an einen Schöpfer glauben, daran, dass jemand alles geschaffen hat. Die sich aber trotzdem Sorgen machen und Zweifel haben, dass er sich um uns kümmert, wenn wir nicht weiterwissen. Die unter Umständen überlegen: "Woher wissen wir denn, dass Gott nicht ein egoistischer Schöpfer ist, dem es nur um sich selbst geht? Der Kontakt zu uns haben will und an uns als Person interessiert ist?"

    Vogel; (c) Ian Keven; http://www.flickr.com/photos/66164549@N00/2005364520/Für sie kann es hilfreich sein, sich die Worte Jesu in der Bibel anzuschauen. In der Bergpredigt hat Jesus uns sehr schön die Dinge erklärt. So sagt er z. B. im Matthäus Evangelium, Kapitel 6, Vers 24-34, dass Gott für uns sorgt und wir uns keine Sorgen machen sollen. Er sagt: "Das Leben ist mehr als Essen und Trinken und der Körper ist mehr als die Kleidung. Seht Euch die Vögel an, sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte, aber Euer Vater im Himmel sorgt für sie. Und Ihr seid ihm doch viel mehr wert als alle Vögel... Macht Euch keine Sorgen! Fragt nicht: "Was sollen wir essen, was sollen wir trinken, was sollen wir anziehen?". Damit plagen sich Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß, was ihr alles braucht. Sorgt Euch zuerst darum, dass ihr Euch seiner Herrschaft unterstellt und tut, was er verlangt, dann wird er Euch schon mit all dem anderen versorgen." Das heißt nichts anderes als das: Wir brauchen nur immer Gott zu vertrauen und das zu tun, was zu tun ist.

    Oder im Matthäus Evangelium Kapitel 7 Vers 9-11: Hier begründet Jesus, warum Gott uns liebt. Er sagt: "Wer von Euch würde seinem Kind einen Stein geben, wenn es um Brot bittet? Oder eine Schlange, wenn es um Fisch bittet? So schlecht Ihr auch seid, wisst Ihr doch, was Euren Kindern gut tut und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird Euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten." Hier wird es für uns ganz deutlich: Weil wir denen, die wir lieben, alles geben, wird auch Gott uns alles geben, was wir brauchen, weil er uns liebt. Wir können seine Liebe auch daher ableiten, dass er viele Dinge geschaffen hat, die uns Freude bereiten können.

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  10. Einwand: "Wie kann Gott all die Geschehnisse in der Welt, die uns belasten können, zulassen?"

    Einwand: "Wie kann Gott all die Geschehnisse in der Welt, die uns belasten können, zulassen?"

    Dann ist da noch die Frage: "Was ist mit dem Tod, den Katastrophen, Kriegen, Krankheiten, Arbeitslosigkeit, und so weiter?" Hier möchte ich darauf hinweisen, dass sich vieles unserem Blickwinkel entzieht und wir daher auch nicht alles verstehen können.

    Wenn wir die Dinge einmal aus einer anderen Perspektive betrachten, fällt uns auf, dass auch dieses alles zur Schöpfung dazugehört und seinen Sinn hat. Wenn wir nicht für unser tägliches Brot sorgen müssten, nicht für Kleidung, Wohnung und was wir sonst noch zum täglichen Leben benötigen, oder wenn wir keine Krankheiten und Katastrophen besiegen müssten oder nicht unser Zusammenleben organisieren müssten, würden wir satt und bequem herumsitzen. Wir würden verkümmern und uns nicht weiterentwickeln. Wenn Gott auch alle Schwierigkeiten beseitigen würde, würde er uns unseren Willen und die Freiheit des Handelns nehmen. Wenn wir keine Aufgaben und Verpflichtungen hätten und uns – bildlich gesprochen – die gebratenen Tauben in den Mund fliegen würden, entwickelten wir auch keine Kreativität.

    Und wie viel haben wir selber verschuldet, zum Beispiel Kriege oder Umweltkatastrophen. Oder wir gefährden durch eigenes Verhalten die Gesundheit und durch Trunkenheit am Steuer uns selber und andere, um nur einige Beispiele aufzuzählen.

    Und wie sieht es mit dem Hunger in der Welt aus? Es ist genügend Nahrung da, dass alle Menschen satt werden könnten. Es liegt an der Menschheit selber, dieses zu organisieren. Gott zwingt auch niemanden, in kargen Gegenden zu leben. Die einen wollen nicht teilen und zwingen Menschen, dort zu bleiben, und die anderen wollen ihre Heimat nicht verlassen.

    Wir finden auch nicht auf alles eine Antwort, sondern wir können nur immer auf Gott vertrauen. Und wenn wir einmal mit diesem Vertrauen die Dinge betrachten, erscheinen sie uns in einem anderen Licht.

    Vertrauen hebt die Angst auf. Wenn wir Gott vertrauen, haben wir auch keine Angst mehr. Das ist auch eins von seinen Naturgesetzen.

    Glücklichsein bedeutet, sich seelisch wohl zu fühlen. Es ist eine Sache der inneren Einstellung. Wenn jemand Mitleid oder Leid empfindet, führt dies nicht zwangsläufig zum unglücklichen Leben, sondern nur dann, wenn er oder sie nicht Gott vertraut. Wenn jemand Mitleid empfindet und er der Person nicht helfen kann, Gott aber vertraut, dass er letztendlich alles regelt, wird er nicht belastet oder beeinträchtigt. Das Gleiche gilt für die eigene Situation. Wer z. B. einen Partner verloren hat und so verfährt, wird auch nicht belastet. Auch wenn er den Partner sehr vermisst, weil ein Mensch fehlt zum Reden, Ratschläge geben, Zärtlichkeiten austauschen, für gemeinsame Unternehmungen, gemeinsames Lachen usw., eine Lücke im Leben entstanden ist. Wenn er auf Gott vertraut, dass Gott sowohl für seinen Partner alles regelt als auch für ihn und ihm die Möglichkeit geben wird, hier auf der Erde gut zurechtzukommen, wird er nicht belastet. Auch wer starke körperliche Schmerzen hat, wird sich darüber nicht freuen. Wenn aber auch er dabei auf Gott vertraut, kann er trotzdem glücklich leben, weil er weiß, dass ihm letztendlich nichts passieren kann.

    HimmelWenn wir die Dinge einmal aus einer anderen Blickrichtung betrachten, können wir erkennen, dass sich vieles ganz anders verhält, als wir es manchmal sehen wollen oder können. Genauso verhält es sich mit dem Tod. Auch hier können wir nicht alles überblicken, und daher fehlen uns auch hier viele Informationen. Da wir ein Teil von Gottes Schöpfung sind und Gott uns liebt, hat er auch dafür gesorgt, dass das Leben nach dem Tod weitergeht. Denn wenn die Seele im Leben nicht geformt wird und nicht über den Tod hinaus ewig weiterlebt, wäre das Leben sinnlos. Und Gott macht keine sinnlosen Sachen, wie wir ja an seiner Schöpfung sehen können. Schauen wir uns doch einfach an, was nach dem Tod bleibt. Alles Irdische ist vergänglich. Der Mensch, der heute geboren wird, ist eines Tages wieder Staub und spurlos verschwunden. In seinem Körper hat nur für eine gewisse Zeit die Seele gelebt. Wenn wir das Leben an dem Körper festmachen, erscheint es uns als sinnlos, weil der Körper sich auflöst. Doch wenn wir die Seele mit einbeziehen, sieht alles ganz anders aus.

    Dann ist das Einzige, was über den Tod hinaus bleibt, unser Glauben, sprich: Gottvertrauen. Wenn wir jetzt unser Leben betrachten, stellen wir fest, dass alles, was sich uns in den Weg stellt, zu bewältigen ist durch Gottvertrauen. Gott zu vertrauen ist das, was wir hier auf der Erde lernen sollen und das Einzige, was unsere Seele ins ewige Leben mitnehmen kann und mitnimmt.

    Der Sinn des Lebens ist, Gott zu vertrauen.

    Es kommt nur immer darauf an, Gott zu vertrauen und das zu tun, was zu tun ist, so gut wie man es eben weiß und kann. Um alles andere kümmert sich Gott.

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  11. Einwand: "Woher soll ich denn immer wissen, was zu tun ist?"

    Einwand: "Woher soll ich denn immer wissen, was zu tun ist?"

    Oft höre ich den Einwand: "Woher soll ich denn in jeder Situation wissen, was zu tun ist?" Im Grunde wissen wir immer, was zu tun ist. Vielleicht drängt sich mal bei jemandem ein "Ja, aber" auf. Doch dann ist es immer mangelndes Gottvertrauen, das zu einer falschen Entscheidung führt. Es können höchstens einmal Zweifel im zwischenmenschlichen Bereich kommen. Doch da brauchen wir uns nur die goldene Regel, dass wir jeden so behandeln sollen, wie wir selbst behandelt werden wollen, die Jesus uns mit auf den Weg gegeben hat, bewusst zu machen. Dann wissen wir immer, was zu tun ist.

    Es gibt keine Probleme. Die Ursache dafür, wenn jemand mit irgendetwas Probleme hat, ist immer mangelndes Gottvertrauen.

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  12. Ein Kurswechsel ist jederzeit möglich

    Ein Kurswechsel ist jederzeit möglich

    Ich werde häufig gefragt: "Wie lange dauert es, wenn man den Vorsatz gefasst hat, Gott zu vertrauen und wie lange hat es bei Ihnen gedauert, bis sich etwas geändert hat? Braucht man nicht eine längere Zeit, muss das Vertrauen nicht wachsen, muss man nicht erst Erfahrungen sammeln und darauf das Vertrauen aufbauen?" Man braucht das alles nicht.

    In dem Moment, in dem man beschließt, Gott zu vertrauen und dieses konsequent umsetzt, verändert sich alles, und alles wird gut. Mehr Zeit braucht man nicht. Auch wenn es am Anfang anstrengend sein kann, weil alte Ängste sich in den Weg stellen, darf man nicht abweichen. Weicht man der Angst aus, setzt sie nach. Der Weg führt durch die Angst.

    Dem Zweifler, der meint: "Das mag schon sein, dass das Gottvertrauen dem einen oder anderen hilft und dass die Dinge sich so verhalten, bei mir aber nicht" sei gesagt: Die Psyche des Menschen funktioniert bei allen immer gleich und unterliegt denselben Naturgesetzen Gottes. Infolgedessen verhält sich bei ihm alles genauso.

    Es kommt nur immer darauf an, Gott zu vertrauen.

    Und das Schöne ist auch, dass man im Laufe der Zeit feststellt, dass das Vertrauen mehr und mehr in das Unterbewusstsein geht, dass es immer einfacher wird, dass Dinge, die einem früher schwer gefallen sind, heute ganz einfach sind und dass man sich wundert, dass es früher einmal anders war.

    WegWir haben jederzeit die Möglichkeit, einen Kurswechsel vorzunehmen, wenn wir bisher anders gelebt haben oder mal wieder in den alten Trott verfallen sind. Umkehr ist jederzeit möglich. Wir dürfen natürlich nicht mit Vorsatz handeln und die richtige Entscheidung auf später verschieben wollen. Auch macht es nichts, wenn wir einmal Fehler machen, kein Mensch ist fehlerlos. Wir sollten sie annehmen, aus ihnen lernen, sie korrigieren, wenn es möglich ist und es beim nächsten Mal besser machen.

    Es kommt nur darauf an, Gott zu vertrauen.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute.

    Ihr Horst Rademacher

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  13. Über Horst Rademacher

    Über Horst Rademacher

    Horst Rademacher, geboren 1943, verheiratet, lebt in Buxtehude. Von Beruf ist der Autor (selbständiger) Kaufmann. Er leitete Gruppen für Menschen mit Tinnitus und ist in verschiedenen Bereichen der evangelischen Kirche ehrenamtlich tätig.

    Während einer schweren Lebenskrise setzte er sich mit dem Glauben auseinander und fand heraus, dass es gar keine Probleme gibt, sondern alles nur eine Sache des Gottvertrauens ist. Anhand verschiedener Beispiele schildert er, wie Menschen sich verändern, wenn sie Gott vertrauen und wie sich dann alles zum Guten wendet. Herr Rademacher ist aufgrund seines Gottvertrauenes jetzt jeder Situation gewachsen und führt ein absolut glückliches Leben.

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  14. Verkauf und Hinweise

    Verkauf und Hinweise

    Das Buch kostet 8,80 Euro (inkl. Versand) und ist erhältlich über

    • Horst Rademacher, Hauptstraße 15, 21614 Buxtehude
    • rehora@t-online.de
    • den Buchhandel, ISBN-Nr. 3-86611-171-1

    Copyright
    Horst Rademacher, Hauptstraße 15, 21614 Buxtehude

    Textbearbeitung
    Anette Göder, Kiel

    Herausgeber
    Horst Rademacher

    Fotos
    MEV, Horst Rademacher, Ian Keven

    Gestaltung
    Petra-Susanne Eckholdt, Buxtehude

    Druck
    Bliedersdorfer Druckprodukte

    Verlag
    pro literatur Verlag / plV Media, Gerhart-Hauptmann-Str. 19, 86415 Mering